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Äpfel einkochen: So geht’s

Äpfel einkochen

Äpfel sind von August bis November am besten und in dieser Zeit so günstig, dass du mehr hast, als du in einer Woche essen kannst. Äpfel einkochen ist die Methode, diesen Überfluss in Gläsern festzuhalten, die das ganze Jahr halten. Anders als Apfelmus oder Apfelmarmelade behalten eingekochte Äpfel ihre Struktur: Die Spalten bleiben erkennbar, haben eine leichte Süße und die Frische der Frucht selbst. Direkt aus dem Glas sind sie bereit für Kuchen, Joghurt, Pfannkuchen oder als Kompott. Du kochst Äpfel ein, indem du geschälte Apfelspalten in einem leichten Zuckersirup erhitzt, sie heiß in sterilisierte Gläser füllst und im Wasserbad bei 85 bis 90 Grad einkochst.

Welche Apfelsorten eignen sich am besten zum Einkochen?

Feste, leicht säuerliche Apfelsorten behalten beim Einkochen ihre Form am besten. Die Goldrenette ist der klassische Einkochapfel: fest, aromatisch und mit einer angenehmen Säure, die beim Erhitzen nicht verschwindet. Elstar ergibt einen frisch-säuerlichen, saftigen eingekochten Apfel. Cox Orange ergibt ein aromatischeres Ergebnis mit leichtem Honiggeschmack. Vermeide weiche, mehlige Apfelsorten wie Golden Delicious: Sie zerfallen beim Einkochen und ergeben ein matschiges Ergebnis, das sich nicht von Apfelmus unterscheiden lässt.

Wie sterilisierst du Gläser zum Einkochen von Äpfeln?

Saubere Gläser sind nicht dasselbe wie sterilisierte Gläser. Bakterien und Schimmelsporen überleben normales Waschen und verkürzen die Haltbarkeit eingekochter Äpfel oder führen zu Verderb. Sterilisiere Einmachgläser, indem du sie 10 Minuten in kochendes Wasser legst oder 15 Minuten bei 120 Grad in den Ofen stellst. Deckel und Ringe sterilisierst du immer in kochendem Wasser, nie im Ofen, weil das Gummi bei trockener Hitze Schaden nimmt. Fülle die Gläser immer direkt nach dem Sterilisieren, solange sie noch heiß sind: Abgekühlte Gläser ziehen Luft an und verlieren die Wirkung der Sterilisation.

Welche Zutaten brauchst du für eingekochte Äpfel?

  • 1,5 Kilogramm feste Äpfel, geschält, entkernt und in gleichmäßige Spalten von 1 Zentimeter Dicke geschnitten: Gleichmäßige Dicke sorgt für gleichmäßiges Garen beim Einkochen.

  • 500 Milliliter Wasser und 150 Gramm Zucker für einen leichten Zuckersirup, der die Äpfel umhüllt und beim Erhitzen Farbe und Struktur bewahrt.

  • Saft einer Zitrone, der die Oxidation verhindert, damit die Apfelspalten beim Schälen und Schneiden weiß bleiben, und der die Säure liefert, die die Haltbarkeit verbessert.

  • Optional: eine Zimtstange oder zwei Nelken pro Glas, die mit einkochen und den Äpfeln einen warmen winterlichen Geschmack geben, der hervorragend zu Joghurt und Pfannkuchen passt.

Wie kochst du Äpfel Schritt für Schritt ein?

Bringe das Wasser mit dem Zucker zum Kochen und rühre, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Gib den Zitronensaft dazu. Gib die Apfelspalten direkt nach dem Schneiden in den Zuckersirup, um Braunfärbung zu verhindern. Erhitze die Äpfel 3 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze, bis sie gerade anfangen weich zu werden, aber noch fest sind: Sie garen im Glas beim Einkochen weiter.

Fülle die heißen sterilisierten Gläser bis 1 Zentimeter unter den Rand mit den Apfelspalten und gieße den heißen Sirup darüber, sodass die Äpfel vollständig bedeckt sind. Klopfe die Gläser vorsichtig auf die Arbeitsplatte, um Luftblasen zu entfernen. Verschließe die Gläser sofort. Stelle sie in einen großen Topf mit Wasser von mindestens 85 Grad und koche sie 25 bis 30 Minuten bei 85 bis 90 Grad ein. Lasse die Gläser im Wasser abkühlen und kontrolliere, ob die Deckel nach innen gezogen sind: Ein eingedrückter Deckel bedeutet ein Vakuum und erfolgreiche Konservierung.

Wie lange sind eingekochte Äpfel haltbar und wofür verwendest du sie?

In gut verschlossenen Gläsern an einem kühlen, dunklen Ort sind eingekochte Äpfel 12 Monate haltbar. Nach dem Öffnen verbrauchst du das Glas innerhalb von 5 Tagen und bewahrst es im Kühlschrank auf. Eingekochte Äpfel sind sofort einsatzbereit als Füllung für Apfelkuchen, als Topping auf Haferbrei oder Joghurt, als Beilage zu Schweinefleisch oder Wild oder als schnelles Kompott, das du kurz mit einem Stück Butter und einer Prise Zimt erwärmst. Wenn du auch gern eigenen Apfelsaft magst: Die Apfelschalen und Kerngehäuse, die beim Einkochen übrig bleiben, sind ideale Grundzutaten für einen leichten Apfelaufguss oder zum Apfelsaft selber machen aus den restlichen Äpfeln.

Fazit: Äpfel einkochen

Eine Kiste Äpfel im August, zwölf Gläser für das ganze Jahr: Äpfel einkochen ist die Haltbarmachung, die den Apfel in Bestform festhält und ihn das ganze Jahr für jedes Gericht verfügbar macht, in dem du ihn verwenden möchtest.

Häufige Fragen zum Äpfel einkochen

Kannst du Äpfel auch ohne Zucker einkochen?

Ja, ersetze den Zuckersirup durch Apfelsaft oder Wasser ohne Zucker. Zuckerfrei eingekochte Äpfel sind weniger lange haltbar, weil Zucker neben dem Süßen auch konserviert: Verbrauche sie innerhalb von 6 Monaten und bewahre ungeöffnete Gläser zur Sicherheit im Kühlschrank auf. Gib zusätzlichen Zitronensaft als konservierenden Ersatz für den Zucker dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Einkochen und Sterilisieren?

Einkochen ist das Erhitzen gefüllter, geschlossener Gläser im Wasserbad, um Bakterien, Hefen und Schimmelsporen abzutöten und ein Vakuum zu erzeugen. Sterilisieren ist das vorbereitende Reinigen leerer Gläser vor dem Füllen. Beide Schritte sind für sicheres und lange haltbares Einmachen nötig: Sterilisiere die Gläser vor dem Füllen und koche sie nach dem Füllen ein.

Warum werden meine eingekochten Äpfel braun?

Braunfärbung entsteht durch Oxidation, wenn die Apfelspalten vor dem Einkochen zu lange Luft ausgesetzt sind oder wenn Luftblasen im Glas zurückgeblieben sind. Gib die Apfelspalten direkt nach dem Schneiden in den Zitronensirup und klopfe die gefüllten Gläser vor dem Verschließen auf die Arbeitsplatte, um Luftblasen zu entfernen. Eine höhere Säure durch zusätzlichen Zitronensaft hilft ebenfalls, die Braunfärbung zu verlangsamen.

Wie lange sind eingekochte Äpfel haltbar?

Ungeöffnet und gut sterilisiert bleiben eingekochte Äpfel bis zu einem Jahr an einem kühlen, dunklen Ort gut. Nach dem Öffnen verbrauchst du sie innerhalb von etwa 5 Tagen.

Welche Äpfel sind am besten zum Einkochen?

Feste, leicht säuerliche Apfelsorten wie Elstar oder Goldrenette behalten ihre Struktur beim Einkochen am besten.