Sauerkrautsaft: Rezept und Wissenswertes

Sauerkrautsaft klingt vielleicht nicht nach dem attraktivsten Getränk, das du dir vorstellen kannst, hat aber eine lange Geschichte als traditionelles Hausmittel. Dieser besondere Saft stammt aus fermentiertem Kohl und hat einen würzigen, sauren Geschmack, der vom Fermentationsprozess kommt. Er enthält lebende Milchsäurebakterien, wenn er nicht pasteurisiert wurde. In unserem Artikel gehen wir genauer darauf ein, was Sauerkrautsaft so besonders macht, wie du ihn selbst machen kannst und was du dabei beachten solltest.
Inhaltsverzeichnis
ToggleWas ist Sauerkrautsaft und wie wird er gemacht?
Sauerkrautsaft ist die Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Sauerkraut entsteht, einem traditionellen Gericht aus fein geschnittenem Weißkohl, der durch Milchsäurebakterien fermentiert wurde. Bei dieser Fermentation werden die natürlichen Zucker im Kohl in Milchsäure umgewandelt, was nicht nur zum typischen sauren Geschmack beiträgt, sondern auch das Wachstum von Milchsäurebakterien ermöglicht.
Der Saft wird meist gewonnen, indem man das fermentierte Sauerkraut auspresst oder einfach die Flüssigkeit auffängt, die sich bei der Fermentation ansammelt. Du kannst Sauerkrautsaft sowohl selbst machen als auch fertig in Naturkostläden und Reformhäusern kaufen. Wähle beim Kauf am besten unpasteurisierten Saft, weil er noch lebende Kulturen enthält. Pasteurisierter Saft wurde erhitzt, um Bakterien abzutöten, und enthält deshalb keine lebenden Kulturen mehr.
Was du über Sauerkrautsaft wissen solltest
Sauerkrautsaft wird traditionell getrunken und ist ein Produkt der Fermentation. Hier ein Überblick, was dahintersteckt. Gesundheitliche Wirkungen sind nicht abschließend belegt, deshalb gilt er vor allem als Genuss- und Hausmittel:
Fermentiertes Lebensmittel
Sauerkrautsaft enthält, sofern er nicht pasteurisiert ist, lebende Milchsäurebakterien. Fermentierte Lebensmittel sind Teil einer abwechslungsreichen Ernährung. Ob und wie stark sie sich auf Darm und Verdauung auswirken, ist je nach Mensch verschieden.
Nährstoffe
Sauerkrautsaft enthält Vitamin C, Vitamin K und kleine Mengen Mineralstoffe. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Die Mengen im Saft sind allerdings begrenzt und hängen von Herstellung und Lagerung ab.
Kalorienarm, aber salzig
Sauerkrautsaft enthält wenig Kalorien, aber viel Salz. Trinke ihn deshalb nur in kleinen Mengen, vor allem wenn du auf deinen Salzkonsum achten musst, etwa bei Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen. Ein Wundermittel ist er nicht; eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung bleiben entscheidend.
Wie machst du Sauerkrautsaft selbst?
Sauerkrautsaft selbst zu machen ist eigentlich ganz einfach, vor allem wenn du schon mit dem Fermentieren von Gemüse vertraut bist. Hier eine einfache Methode, um deinen eigenen Sauerkrautsaft zuzubereiten.
Zutaten, die du brauchst:
- 1 mittelgroßer Weißkohl
- 2 Esslöffel Meersalz (ohne Jod)
- Wasser (optional, falls nötig für zusätzliche Flüssigkeit)
Zubereitung:
- Schneide den Weißkohl fein und gib ihn in eine große Schüssel. Streue das Salz darüber und knete den Kohl 5 bis 10 Minuten mit den Händen. So tritt der Saft aus dem Kohl aus.
- Gib den gekneteten Kohl in ein sauberes Glasgefäß und drücke ihn fest an, sodass der Saft den Kohl bedeckt. Tritt nicht genug Saft aus dem Kohl aus, um alles zu bedecken, kannst du etwas Salzwasser hinzufügen (1 Esslöffel Salz pro Liter Wasser).
- Decke das Glas mit einem sauberen Tuch oder Deckel ab, verschließe es aber nicht ganz fest, damit überschüssige Gase entweichen können.
- Lasse das Glas 1 bis 3 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort fermentieren. Kontrolliere regelmäßig und drücke den Kohl bei Bedarf wieder unter den Saft. Bildet sich Schimmel, wirfst du den Ansatz weg.
- Sobald das Sauerkraut den gewünschten Säuregrad erreicht hat, kannst du den Saft abgießen und im Kühlschrank aufbewahren. Das ist dein selbstgemachter Sauerkrautsaft!
Sauerkrautsaft und Detox-Diäten
Sauerkrautsaft ist auch in Detox-Diäten beliebt, wegen der angeblich reinigenden Wirkung. Wissenschaftlich ist eine „Detox“-Kur für einen gesunden Körper jedoch nicht nötig, denn Leber und Nieren entgiften den Körper von selbst. Sauerkrautsaft kann ein Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, ist aber kein Wundermittel. Mehr über Detox? Wir haben kürzlich auch über Detox-Säfte geschrieben.
Warum du Sauerkrautsaft eine Chance geben solltest
Sauerkrautsaft ist vielleicht nicht das Erste, woran du bei einem gesunden Getränk denkst, meist denkst du an Traubensaft selber machen oder Birnensaft selber machen, doch er hat einiges zu bieten. Er ist ein traditionelles, einfaches und günstiges Getränk, das du außerdem zu Hause selbst machen kannst. Also warum probierst du es nicht einmal? Wer weiß, vielleicht entdeckst du einen neuen Favoriten.
Hast du ihn schon gemacht? Dann schreib uns gern über die Kontaktseite, wie dir dein Sauerkrautsaft geschmeckt hat.
Häufige Fragen zum Sauerkrautsaft
Ist Sauerkrautsaft gesund?
Sauerkrautsaft enthält durch die Fermentation (ungepasteurisiert) lebende Milchsäurebakterien sowie Vitamin C. Gesundheitliche Wirkungen sind nicht abschließend belegt, und er enthält viel Salz.
Wie schmeckt Sauerkrautsaft?
Sauerkrautsaft hat einen sauren, leicht salzigen Geschmack, ähnlich der Lake von Sauerkraut selbst.
Wie viel Sauerkrautsaft trinkst du am besten pro Tag?
Beginne mit einem kleinen Glas von 50 bis 100 Milliliter pro Tag und steigere die Menge langsam, damit sich dein Darm daran gewöhnen kann. Bei Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen sprich zuvor mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
Kannst du Sauerkrautsaft selbst machen?
Ja, die Flüssigkeit, die bei der Fermentation von selbstgemachtem Sauerkraut entsteht, ist im Grunde der Sauerkrautsaft.
Wie lange ist Sauerkrautsaft haltbar?
In einer verschlossenen Flasche im Kühlschrank bleibt Sauerkrautsaft, wie das Sauerkraut selbst, mehrere Monate gut.
