Buttercreme selber machen: So gelingt sie

Buttercreme selber machen gelingt, indem du weiche Butter auf hoher Stufe zu einer luftigen, fast weißen Masse schlägst und danach gesiebten Puderzucker und eine Geschmackszutat zugibst. Die Qualität der Butter bestimmt den Geschmack: Verwende immer ungesalzene Butter guter Qualität, niemals Margarine. Mit der richtigen Temperatur und Schlagzeit bekommst du eine Creme, die sich seidig streichen lässt, ihre Form behält und auf der Zunge zergeht.
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ToggleWarum ist die Temperatur der Butter so wichtig?
Buttercreme ist eine der temperaturempfindlichsten Zubereitungen der Konditorei. Zu kalte Butter lässt sich nicht aufschlagen und ergibt eine körnige, klumpige Creme. Zu warme Butter schmilzt beim Schlagen und ergibt eine flüssige Masse, die nicht fest wird. Die perfekte Temperatur liegt bei 18 bis 20 Grad Celsius: Die Butter soll weich sein, aber noch ihre Form halten, wenn du mit dem Finger hineindrückst. Lege die Butter eine Stunde vor der Verwendung bei Zimmertemperatur bereit.
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Welche Arten von Buttercreme gibt es?
Es gibt vier klassische Arten von Buttercreme, jede mit einer anderen Basis und einem anderen Einsatzgebiet. Die einfachste ist die amerikanische Buttercreme aus Butter und Puderzucker. Die eleganteste ist die italienische Baiser-Buttercreme aus gekochtem Zuckersirup und Eiweiß. Die reichhaltigste ist die französische Buttercreme auf Basis von Eigelb, bei der das Eigelb mit heißem Zuckersirup aufgeschlagen wird. Die bei Wärme stabilste ist die Schweizer Baiser-Buttercreme.
Was brauchst du für klassische Buttercreme für eine Torte für 8 Personen?
- 250 Gramm ungesalzene Butter bei Zimmertemperatur von 18 bis 20 Grad als Basis der Creme.
- 400 Gramm Puderzucker, durch ein feines Sieb gesiebt, damit keine Klümpchen in der Creme sind.
- 2 bis 3 Esslöffel Vollmilch oder Sahne für eine weichere, streichfähige Konsistenz.
- Einen Teelöffel Vanilleextrakt für den klassischen Geschmack oder eine andere Geschmackszutat nach Wahl.
- Eine Prise Salz, die die Süße des Puderzuckers ausgleicht und den Buttergeschmack vertieft.
Wie machst du Buttercreme Schritt für Schritt?
Schlage die weiche Butter in einer großen Schüssel fünf Minuten auf hoher Stufe, bis sie fast weiß ist und ihr Volumen sich verdoppelt hat. Gib ein Viertel des gesiebten Puderzuckers dazu und schlage auf niedriger Stufe, bis er aufgenommen ist. Wiederhole das in vier Portionen: Zu viel Zucker auf einmal ergibt eine Puderzuckerwolke und eine ungleichmäßige Creme.
Gib die Milch oder Sahne esslöffelweise dazu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Füge das Vanilleextrakt und die Prise Salz hinzu. Schlage danach noch zwei Minuten auf hoher Stufe: Diese zusätzliche Schlagzeit macht die Creme luftig und streichfähig. Die Creme ist fertig, wenn sie glatt, glänzend und luftig ist, ohne sichtbare Butterkörnchen.

Wie passt du die Konsistenz der Buttercreme an?
Zum Spritzen mit dem Spritzbeutel brauchst du eine festere Creme: Gib weniger Milch dazu und verwende die Creme nach einer halben Stunde Abkühlen direkt aus dem Kühlschrank. Zum Streichen brauchst du eine geschmeidigere Creme: Gib einen zusätzlichen Esslöffel Milch dazu und arbeite bei Zimmertemperatur. Ist die Creme zu dünn, stelle sie zwanzig Minuten in den Kühlschrank und schlage sie danach kurz erneut auf. Ist sie zu fest, gib einen Esslöffel Milch in Zimmertemperatur dazu.
Welche Geschmackszutaten passen gut zu Buttercreme?
Das Grundrezept ist bewusst neutral, damit du es in jede Richtung lenken kannst. Schokoladen-Buttercreme: Gib 50 Gramm geschmolzene und abgekühlte Zartbitterschokolade dazu. Kaffee-Buttercreme: Löse einen Teelöffel Instantkaffee in einem Teelöffel kochendem Wasser auf und gib ihn dazu. Himbeercreme: Gib zwei Esslöffel gesiebte Himbeermarmelade für eine frische, rosafarbene Version dazu. Zitrone: Abrieb einer Zitrone und ein Esslöffel Zitronensaft ergeben eine frisch-säuerliche Variante, die perfekt zu einem Zitronenkuchen passt.
Eine Torte oder ein Kuchen ohne gute Creme ist ein Kuchen ohne Abschluss. Buttercreme selber machen ist die Fähigkeit, die jedes Backergebnis auf ein höheres Niveau hebt: von einer einfachen Vanillecreme zum Geburtstag bis zu einer Zitronencreme auf einer Festtagstorte für zehn Personen. Beherrschst du das Grundrezept, ergeben sich alle Variationen von selbst.
Häufige Fragen zu Buttercreme
Warum wird meine Buttercreme körnig?
Körnigkeit entsteht fast immer durch zu kalte Butter. Die Butter muss wirklich weich sein, nicht kühlschrankkalt. Lege sie eine Stunde vorher bei mindestens 18 Grad Zimmertemperatur bereit. Ist die Creme schon körnig, stelle die Schüssel kurz über ein warmes Wasserbad, während du weiterschlägst: Die Wärme schmilzt die Körnchen und die Creme zieht an.
Wie lange ist Buttercreme haltbar?
In einer verschlossenen Dose im Kühlschrank ist Buttercreme fünf Tage haltbar. Nimm sie eine Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank und schlage sie bei Zimmertemperatur kurz auf, bevor du sie streichst oder spritzt. Eingefroren in einer verschlossenen Dose ist Buttercreme drei Monate haltbar: im Kühlschrank auftauen und danach vor der Verwendung Zimmertemperatur annehmen lassen.
Kann man Buttercreme auch ohne Puderzucker machen?
Ja, ersetze den Puderzucker durch Honig oder Ahornsirup für eine weniger süße, natürlichere Version. Verwende zwei bis drei Esslöffel pro 250 Gramm Butter: Diese Menge ergibt eine leicht gesüßte Creme, die nicht so fest wird wie die klassische Version, aber hervorragend streichfähig ist als Topping auf einem gesünderen Kuchen oder Muffin.
Kann man Buttercreme einfrieren?
Ja, verpacke die Buttercreme luftdicht und friere sie bis zu 3 Monate ein. Lasse sie Zimmertemperatur annehmen und schlage sie vor der Verwendung erneut luftig auf.
Warum muss die Butter Zimmertemperatur haben?
Weiche Butter verbindet sich glatter mit dem Zucker und lässt sich luftiger aufschlagen als kalte Butter, die oft Klümpchen in der Creme verursacht.
