Apfelsaft selber machen: Einfach erklärt

Apfelsaft gehört zu den beliebtesten Fruchtsäften der Welt, und das aus gutem Grund: Er ist erfrischend und süß. Doch wie kannst du Apfelsaft selber machen, ohne zugesetzten Zucker oder Konservierungsstoffe? In diesem Artikel entdeckst du verschiedene Methoden, Apfelsaft zu machen, vom klassischen Pressen bis zum Slow Juicing.
Möchtest du aus deinen Äpfeln auch Sirup machen? Dann lies, wie du Apfelkraut selber machst.
Inhaltsverzeichnis
ToggleWarum Apfelsaft selber machen?
Apfelsaft selbst zu machen hat viele Vorteile:
- Gesünder: kein zugesetzter Zucker, keine künstlichen Zusatzstoffe.
- Frischer: Du bestimmst selbst, wie reif und geschmackvoll deine Äpfel sind.
- Nachhaltig: Verwende regional angebaute Äpfel und vermeide Verpackungsmüll.
Außerdem kannst du mit verschiedenen Apfelsorten experimentieren, um deinen perfekten Geschmack zu finden.
Was brauchst du?
Für etwa 1 Liter Apfelsaft brauchst du:
- 1,5 kg Äpfel (am besten eine Mischung aus süßen und säuerlichen Sorten)
- 500 ml Wasser (optional, je nach Methode)
- Zitronensaft (zum Erhalt von Farbe und Geschmack)
Die besten Äpfel für selbstgemachten Apfelsaft
Süße Äpfel (für milden und süßen Apfelsaft)
Möchtest du einen süßen, milden Apfelsaft ohne zusätzlichen Zucker? Dann wähle:
- Elstar: aromatisch, leicht säuerlich und schön saftig.
- Fuji: sehr süß und knackig, ideal für einen milden Geschmack.
- Gala: mild süß mit einem leichten Honigaroma.
- Golden Delicious: süß und geschmackvoll, gibt dem Saft eine weiche Textur.
Säuerliche Äpfel (für einen erfrischenden Apfelsaft)
Für einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack kannst du diese Äpfel verwenden:
- Granny Smith: säuerlich und knackig, ideal für einen erfrischenden Saft.
- Jonagold: perfekte Balance zwischen süß und sauer, macht den Saft schön frisch.
- Goldrenette: reich und voll im Geschmack, mit einer leicht würzigen Note.
- Pink Lady: süß mit subtiler Säure, gibt einen erfrischenden Geschmack.
Die beste Mischung für einen ausgewogenen Apfelsaft
Eine Mischung aus süßen und säuerlichen Äpfeln sorgt für einen perfekt ausgewogenen Geschmack. Zum Beispiel:
- Elstar + Jonagold: leicht süß mit einer frischen Note.
- Gala + Granny Smith: sanfte Süße mit einem erfrischenden Säuerchen.
- Fuji + Goldrenette: süß mit einem vollen, reichen Apfelaroma.
Möchtest du mehr Abwechslung in deinem selbstgemachten Apfelsaft? Füge einmal andere Früchte hinzu, etwa Birnen, Orangen oder Beeren. Ein wenig Ingwer oder eine Prise Zimt kann ebenfalls für einen überraschenden Akzent sorgen. Experimentiere mit verschiedenen Kombinationen, um einen einzigartigen Geschmack zu kreieren, der ganz zu deinen Vorlieben passt. So wird das Apfelsaft-Machen nicht nur gesund, sondern auch eine kreative und angenehme Beschäftigung.
Drei Methoden, um Apfelsaft zu machen
1. Mit einer Saftzentrifuge oder einem Slow Juicer
- Wasche die Äpfel und schneide sie in Stücke. Entferne das Kerngehäuse.
- Gib die Stücke in eine Saftzentrifuge oder einen Slow Juicer.
- Fange den Saft auf und gib nach Wunsch ein wenig Zitronensaft dazu.
2. Kochen und abseihen
- Schneide die Äpfel in Stücke und koche sie mit Wasser weich.
- Püriere die Mischung und seihe sie durch ein feines Tuch oder Sieb.
- Lasse den Saft abkühlen und bewahre ihn in einer sauberen Flasche auf.
3. Von Hand pressen
- Reibe die Äpfel fein oder püriere sie in einem Mixer.
- Gib das Mus in ein Passiertuch und drücke den Saft heraus.
Wenn du Apfelsaft selbst machst, hast du die volle Kontrolle über Geschmack und Frische. Trinke ihn sofort oder bewahre ihn gekühlt für später auf!

Selbstgemachten Apfelsaft aufbewahren?
Um den Saft ohne Konservierungsstoffe länger haltbar zu machen, kannst du ihn pasteurisieren oder einfrieren. Erhitze den Saft kurz auf etwa 70 bis 75 °C und fülle ihn in saubere, luftdichte Flaschen. Lasse ihn vollständig abkühlen, bevor du ihn in den Kühlschrank stellst; so bleiben Geschmack und Farbe optimal. Für eine längere Aufbewahrung kannst du den Saft auch in kleinen Portionen einfrieren, sodass du immer ein frisches Glas Apfelsaft zur Hand hast. So bleibt dir das Apfelsaft selber machen lange erhalten, denn es gibt dir die volle Kontrolle über Geschmack und Frische.
Häufige Fragen zum Apfelsaft selber machen
Musst du Äpfel schälen, wenn du Apfelsaft machst?
Nein, Schälen ist meist nicht nötig. Die Schale gibt zusätzlichen Geschmack und kann zu einer volleren Farbe beitragen. Wichtig ist, dass du die Äpfel gut wäschst und beschädigte Stellen wegschneidest. Verwendest du keine Bio-Äpfel, ist besonders gründliches Waschen sinnvoll.
Musst du beim Apfelsaft-Machen das Kerngehäuse entfernen?
Beim Pressen mit einer Saftzentrifuge oder einem Slow Juicer ist es meist besser, das Kerngehäuse zu entfernen, weil Kerne und harte Teile den Geschmack beeinflussen und das Gerät stärker belasten können. Beim Kochen und Abseihen geht es oft auch ohne, sofern du danach gut abseihst, doch für einen reineren Geschmack ist das Entfernen des Kerngehäuses die sichere Wahl.
Wie verhinderst du, dass selbstgemachter Apfelsaft braun wird?
Apfelsaft verfärbt sich durch Kontakt mit Sauerstoff. Das verhinderst du, indem du direkt nach dem Pressen oder Abseihen ein wenig Zitronensaft hinzufügst und den Saft so schnell wie möglich kühl lagerst. Fülle Flaschen am besten bis ganz nach oben, damit weniger Luft in der Flasche ist.
Wie lange bleibt selbstgemachter Apfelsaft im Kühlschrank gut?
Frischer, nicht pasteurisierter Apfelsaft bleibt im Kühlschrank meist 2 bis 3 Tage lecker und frisch, sofern du ihn in einer sauberen Flasche aufbewahrst und gut verschließt. Pasteurisierst du den Saft und arbeitest hygienisch, kannst du ihn oft länger aufbewahren, doch nach dem Öffnen solltest du ihn auch dann schnell verbrauchen.
Warum ist mein Apfelsaft trüb, und ist das schlimm?
Trüber Apfelsaft ist ganz normal, denn Fruchtfleischteilchen und Pektin bleiben im Saft schweben. Das ist unbedenklich. Riecht der Saft jedoch säuerlich oder gärig, schmeckt er prickelnd oder bilden sich Schimmelflocken, solltest du ihn nicht mehr trinken.
