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Traubensaft selber machen

Traubensaft selber machen

Traubensaft ist nicht nur lecker, sondern auch richtig alt: Früher wurde er mit den Füßen gepresst. Schon damals wusste man, dass frischer Traubensaft gesund ist. Trauben sind unter anderem eine ausgezeichnete Quelle für Antioxidantien, vor allem Resveratrol, das zu einem gesunden Blutdruck beitragen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Außerdem enthalten Trauben Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Sie stärken dein Immunsystem, helfen dabei, den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten, und die Ballaststoffe tun deiner Verdauung gut. Eigentlich schon Gründe genug, Traubensaft selber zu machen.

Nicht zuletzt ist Traubensaft auch gut für den Flüssigkeitshaushalt deines Körpers, dank des natürlichen Zuckers, den er enthält. Wir nehmen dich gerne mit durch den Ablauf: Wie gelingt es, Traubensaft selber zu machen?

Bevor du mit dem Traubensaft anfängst, ist es wichtig, die richtige Traubensorte zu wählen. Es gibt verschiedene Trauben, zum Beispiel weiße (unser Favorit und auch sehr beliebt), rote und blaue Trauben. Weiße Trauben ergeben einen helleren Saft, rote und blaue Trauben einen etwas dunkleren Saft mit kräftigerem Geschmack. Je nach Vorliebe kannst du eine einzige Sorte verwenden oder verschiedene Trauben mischen, wenn du sie alle gern magst.

Weißen Traubensaft selber machen

Wichtig ist außerdem, reife Trauben zu nehmen, weil sie am meisten Geschmack und natürlichen Zucker enthalten. Hast du die Trauben im eigenen Garten oder in der Natur gepflückt, wasche sie zuerst gründlich, um Schmutz und Pestizide zu entfernen. Bei Bio-Trauben ist die Gefahr von Rückständen zwar geringer, trotzdem empfehlen wir, Trauben immer gründlich zu waschen. Danach kannst du sie je nach Gerät zu Saft verarbeiten.

  • 500 Gramm bis 1 Kilo Trauben (weiß, rot oder blau, nach Geschmack)
  • Ein kleiner Schuss Wasser (nur für die Mixer-Methode nötig)
  • Mixer oder Slow Juicer (Entsafter)
  • Sieb oder Passiertuch (nur für die Mixer-Methode nötig)
  • Flasche oder Karaffe zum Aufbewahren des Traubensafts

Traubensaft selber machen mit dem Mixer

Hast du kein spezielles Gerät wie eine Saftzentrifuge oder einen Slow Juicer, kannst du Traubensaft auch mit dem Mixer machen. Außer dem Mixer brauchst du nur ein Sieb oder ein Passiertuch:

  • Wasche die Trauben und entferne eventuelle Stiele;
  • Gib die Trauben in den Mixer und füge eine kleine Menge Wasser (eine Tasse) hinzu, damit sich die Trauben leichter mixen lassen. So wird der Saft außerdem etwas flüssiger;
  • Mixe die Trauben auf hoher Stufe, bis ein glatter Saft entsteht. Das dauert 1 bis 2 Minuten;
  • Lege ein Sieb oder ein Passiertuch über eine Schüssel und gieße die Mischung hinein. Drücke zum Beispiel mit der Rückseite eines Löffels auf die Masse, um möglichst viel Saft herauszupressen. Übrigens funktioniert ein Passiertuch am besten, damit holst du noch mehr Saft heraus;
  • Fülle den passierten Traubensaft in eine Flasche oder Karaffe und bewahre ihn im Kühlschrank auf.

Mit der Mixer-Methode kannst du deinen selbst gemachten Traubensaft ziemlich schnell genießen. Ein Mixer entfernt nicht das gesamte Fruchtfleisch, dafür behältst du aber mehr Ballaststoffe, und damit stecken noch mehr Nährstoffe in deinem Traubensaft.

Traubensaft selber machen mit dem Slow Juicer

Ein Slow Juicer ist ein tolles Gerät und eine gute Wahl, um Traubensaft zu machen. Damit wird dein Traubensaft klar und nährstoffreich. Der Slow Juicer presst die Trauben langsam aus, sodass die maximale Saftmenge gewonnen wird. So bekommst du konzentrierten, reinen Saft voller Vitamine:

  • Wasche die Trauben gründlich und entferne die Stiele;
  • Gib die Trauben portionsweise in den Slow Juicer. Durch das langsame Pressen holt der Slow Juicer jeden Tropfen Saft aus den Trauben, während Fruchtfleisch und Schalen getrennt werden (ideal!);
  • Der Traubensaft läuft langsam aus dem Slow Juicer und kann direkt in einem Glas oder einer Flasche aufgefangen werden. Der Trester, der im Slow Juicer zurückbleibt, lässt sich für andere Rezepte verwenden, zum Beispiel für gesunde Smoothies;
  • Bewahre den Saft im Kühlschrank auf und trinke den Traubensaft innerhalb weniger Tage (oder natürlich sofort).

Traubensaft selber machen mit einem Slow Juicer ist eigentlich unsere Lieblingsmethode, denn du holst das Maximum heraus und kannst sogar den übrig gebliebenen Trester weiterverwenden. Mit einem Slow Juicer erhältst du konzentrierten Traubensaft.

Trauben zu Saft verarbeiten

Traubensaft auf andere Weise herstellen

Neben Mixer und Slow Juicer gibt es noch andere Methoden, Traubensaft herzustellen. Das geht zum Beispiel mit einer Saftzentrifuge oder durch Kochen in einem Topf. Eine Saftzentrifuge ist schnell und effektiv, kann aber wegen der hohen Drehzahl und der Wärme Nährstoffe verlieren. Kochen ist die traditionellere Methode und eignet sich vor allem, um konzentrierten Traubensaft herzustellen oder Saft, den du später weiterverwenden möchtest.

Zum Kochen lässt du die Trauben mit Wasser in einem Topf köcheln, bis die Schalen aufplatzen und der Saft austritt. Anschließend wird der Saft abgeseiht und bei Bedarf noch einmal eingekocht, um den Geschmack zu konzentrieren. Diese traditionelle Methode mit dem Kochtopf ist praktisch, wenn du größere Mengen Traubensaft für den Vorrat herstellen möchtest. Dafür ist der Saft aus dem Topf weniger frisch, und genau wie bei der Saftzentrifuge gehen höchstwahrscheinlich Nährstoffe verloren.

Traubensaft kombinieren?

Traubensaft schmeckt schon pur wunderbar, aber du kannst etwas ganz Besonderes daraus machen, wenn du ihn mit anderen Aromen mischst. Probiere zum Beispiel eine Mischung mit Apfelsaft oder Birnensaft selber machen – das macht ihn schön mild und süß. Mehr Pep gefällig? Gib einen Spritzer Zitronensaft dazu, das sorgt für einen frischeren Geschmack. Für die Abenteuerlustigen unter uns: Kräuter wie Minze oder Basilikum passen hervorragend zu Traubensaft. Minze sorgt für einen angenehm kühlenden Geschmack, Basilikum bringt eine leicht würzige Note, die perfekt für einen etwas ausgefalleneren Traubensaft ist. Und wenn du richtig experimentieren möchtest, probiere sogar einen Hauch Ingwer oder Zimt für einen wärmeren Geschmack. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten schmeckt das noch besser und rundet deinen Traubensaft wunderbar ab. So wird dein Traubensaft nie langweilig, und du kannst endlos variieren!

Bist du jetzt etwas schlauer und weißt, wie du Traubensaft selber machen kannst? Wir sind gespannt, wie du unsere Tipps findest und ob du schon damit losgelegt hast. Lass es uns gern wissen! Möchtest du außerdem erfahren, wie du neben Traubensaft auch Holunderbeersaft herstellst? Dann lies weiter in unserem Artikel über Holunderbeersaft selber machen.

Häufige Fragen zum Traubensaft selber machen

Wie macht man Traubensaft aus frischen Trauben?

Um Traubensaft aus frischen Trauben zu machen, wäschst du die Trauben zuerst. Anschließend zerdrückst du sie mit einem Stampfer oder gibst sie in den Mixer, um den Saft zu gewinnen. Danach kannst du den Saft durchseihen, um das Fruchtfleisch zu entfernen, und gekühlt servieren.

Welche Traubensorten eignen sich am besten für Traubensaft?

Am besten eignen sich meist die süßeren Sorten wie Concord, Muscat und Thompson Seedless. Diese Trauben haben einen hohen Zuckergehalt und ein reiches Aroma, was zu einem herrlich schmeckenden Traubensaft führt.

Wie lange kann man selbst gemachten Traubensaft aufbewahren?

Selbst gemachter Traubensaft hält sich im Kühlschrank etwa 5 bis 7 Tage. Möchtest du ihn länger aufbewahren, kannst du den Saft einfrieren oder durch Pasteurisieren haltbar machen.

Kann man Traubensaft machen, ohne die Kerne zu entfernen?

Ja. Beim Mixen oder Pressen der Trauben mit einem Slow Juicer oder einer Saftzentrifuge bleiben Kerne und Schalen nach dem Abseihen automatisch im Trester zurück, du musst sie also nicht extra entfernen. Nur wenn du die Trauben von Hand mit einem Stampfer zerdrückst, ist es klug, große Kerne vorher herauszunehmen, damit der Saft nicht zu grob und weniger angenehm wird.

Ist Traubensaft gesund und wie viel kann man pro Tag trinken?

Traubensaft enthält Antioxidantien wie Resveratrol und Vitamin C, aber auch relativ viel natürlichen Zucker. Ein Glas mit 150 bis 200 Milliliter pro Tag passt problemlos in eine abwechslungsreiche Ernährung. Verdünne ihn bei Bedarf mit Wasser für ein weniger konzentriertes, zuckerärmeres Getränk.

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